Italien

Die Riviera entlang bis in die Cinque Terre

 

Am Strand von Sestri Levante

Am Strand von Sestri Levante

In Italien führte mich mein Weg zunächst die Riviera entlang über Savona und Genua nach Sestri Levante kurz vor dem Nationalpark Cinque Terre. Wie schon an der Côte d’Azur stiegen die Temperaturen im Laufe der Tages weit über 30 Grad, eigentlich viel zu heiß zum Motorradfahren, zumindest wenn man richtige Motorradklamotten trägt. Der Italiener dagegen fährt auch schwerste Maschinen in T-Shirt, kurzen Hosen, ohne Handschuhe und teilweise sogar in FlipFlops. Ich bin ja selbst schon mal bei vielleicht 50 km/h gestürzt und ich möchte mir nicht mal vorstellen, ich hätte damals keine richtigen Sachen angehabt, trotzdem habe ich an jeder Ampel neidisch auf die sommerlich gekleideten Italiener geschaut und mir gewünscht, ich würde auch nur kurze Hosen und ein T-Shirt tragen. Umgekehrt lag in deren Blicken meist Mitleid, Belustigung oder Unverständnis über meinen Aufzug. Vielleicht stürzen die hier auch einfach nie, wer weiss…

Entspannen in Sestri Levante

Entspannen in Sestri Levante

Sestri Levante ist ein hübscher kleiner Küstenort, an dem ich prima einen Tag Pause machen und natürlich auch die Spezialität der Gegend, Tintenfisch, probieren konnte. Danach sollte es dann durch die Cinque Terre gehen. Zwar darf man die fünf abgeschiedenen an der Steilküste gelegenen Orte zwar nicht mit dem Motorrad oder dem Auto anfahren, aber es gibt eine wunderbar kurvige Landstrasse, die oberhalb der Dörfer entlang verläuft. Leider war diese allerdings gesperrt. Somit konnte ich die geplante Route nur ein kleines Stück befahren und musste dann auf eine andere weniger schöne Strecke ausweichen. Pech gehabt, aber bislang war das neben den gesperrten Hochalpenpässen tatsächlich das einzige Mal, dass ich eine geplante Tour nicht fahren konnte.

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Frankreich

Reifenwechsel und Strandrummel an der Côte d’Azur

Abendstimmung am Stadtstrand von Nizza

Nach ungefähr 6000 Kilometern musste ich langsam meinen Hinterreifen wechseln. Ich weiß, das ist nicht viel, aber die Pirelli Stollenreifen halten nun mal nicht besonders lange…und andere Reifen kommen mir nicht auf meine Felgen ;-) Das Thema Reifenwechsel hatte ich mir bei meinen Planungen etwas einfacher vorgestellt, zumindest bin ich davon ausgegangen, dass ich mit ein, zwei Tagen Vorlauf bei einem Triumph Vertragshändler die Sache relativ einfach erledigt bekomme. Tatsächlich konnte oder wollte bei Triumph in Nîmes am Telefon niemand ein Wort Englisch verstehen bzw. nachdem ich es auf gebrochenem Französisch versucht habe, auch keine entsprechenden Reifen bestellen. Bei Triumph in Avignon war man zwar sehr hilfsbereit, hatte aber die nächsten drei Wochen keinen Werkstatttermin frei. Immerhin hat man mir hier zumindest angeboten, mal bei anderen Händlern nachzufragen. Am Ende habe ich dann glücklicherweise bei Triumph in Nizza noch einen Termin bekommen.

Schmale Gassen kennzeichnen die Altstadt von Nizza

Damit war auch mein nächstes Ziel nach der Provence klargemacht. Meine ursprüngliche Idee, über die Route des Grandes Alpes vom Genfer See Richtung Côte d’Azur zu fahren, musste ich allerdings aus zwei Gründen verwerfen: Erstens hätte dafür mein Profil nicht mehr gereicht und zweitens waren einige der höher liegenden Pässe tatsächlich noch geschlossen. Also bin ich auf relativ direktem Weg über Cannes und Monte Carlo nach Nizza gefahren. Ich muss allerdings sagen, dass das die bislang am wenigsten schöne Strecke meiner Reise war. Mir persönlich war es viel zu heiß, viel zu voll und viel zu besiedelt. Nizza selbst hat allerdings eine wirklich nette Altstadt und auch einen ganz schönen Stadtstrand zu bieten. Trotzdem bleibt es natürlich ein klassisches und auch gut besuchtes Urlaubsziel am Mittelmeer mit dem ganzen üblichen Rummel. Insofern war ich auch nicht unglücklich, dass ich nach zwei Tagen mit neuen Reifen meine Reise Richtung Italien fortsetzen konnte.

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Frankreich

Weite Felder, tiefe Schluchten und ein bisschen altes Rom

Als nächste Etappe meiner Reise stand die Provence auf dem Programm. Auf dem Weg dahin habe ich allerdings zunächst einen Zwischenstopp in Nîmes eingelegt, welches zwar bei vielen Provence-Urlaubern auf dem Plan steht, streng genommen aber noch zur Region Languedoc-Roussillon gehört. Ich fühlte mich hier allerdings zeitweise mehr wie in Spanien, was sicherlich an der allgegenwärtigen Bedeutung des Stierkampfes und der “Feria” für die Stadt gelegen hat. Abgesehen davon sind hier vor allem das gut erhaltene römische Amphitheater sowie der Tempel zu bestaunen. Und als Bonusinfo: “Denim”, der Stoff aus dem Jeans gemacht werden, kommt ursprünglich – wie eigentlich schon der Name sagt – aus Nîmes.

Anschließend bin ich über die Hochebene von Valensole weiter Richtung Westen gefahren, auf der sich riesige Felder mit Lavendel gen Horizont erstrecken. Im Juli bis Anfang August kann man den Lavendel blühen sehen, jetzt war es dafür leider noch ein paar Wochen zu früh. Aber mit etwas Phantasie (und ein bisschen Bildbearbeitung) kann man es sich doch ganz gut vorstellen. Dafür hat mich eine wunderschöne Blumenwiese mit umso mehr Farbe entschädigt.

Zum Abschluss meines Abstechers in die Provence habe ich noch zwei Tage in dem Bergdorf Moustiers-Sainte-Marie verbracht, um in aller Ruhe die Schlucht von Verdon zu besuchen. Der über 20 Kilometer lange und bis zu 700 Meter tiefe “Grand Canyon du Verdon” gilt als einer der größten Canyons Europas und ist wirklich nichts für Menschen mit Höhenangst. Ich zumindest habe bei der Umrundung auf dem Motorrad feuchte Hände bekommen, so tief ging es zeitweise direkt neben der Straße runter. Aber dafür habe ich wirklich atemberaubende Aussichten genießen dürfen, gleich mehrere Adler gesehen (aber leider nicht fotografiert) und mit Moustiers-Sainte-Marie auch einen wunderschönen Ort entdeckt.

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Unterwegs

Halbzeit

Ich

Der erste Monat meiner Reise ist vorbei…Zeit, einen kurzen Zwischenstand zu geben, wie es mir mittlerweile geht und ob ich immer noch denke, dass es eine gute Idee war. Kurz zusammengefasst: das Ziel, einfach mal abzuschalten und etwas anderes zu erleben, wurde schon jetzt zu 100% erreicht. Ich habe tatsächlich seit dem Tag meiner Abreise keine Mail aus dem Büro gelesen und auch nur selten an den Job gedacht. Und wenn, dann nur, dass ich meine echt netten Kolleginnen und Kollegen vermisse.

Spass macht es auch, wobei alleine reisen eine andere Art von Spaß bedeutet: Ich lache jetzt nicht gerade die ganze Zeit mit mir (oder über mich) selbst. Aber ich erlebe viele schöne, spannende, amüsante und manchmal auch herausfordernde Dinge. Letztere sind wahrscheinlich die, die mir am längsten in Erinnerung bleiben und die ich im Laufe der Zeit immer wieder erzählen werde. Und ich gewöhne mich auch an das alleine sein. Sowieso, tagsüber beim fahren stört es mich eigentlich nie, vor allem, weil ich da sowieso oft ins Gespräch mit anderen, meist anderen Motorradfahrern komme. Höchstens abends, vor allem beim Essen, vermisse ich Gesellschaft. Da bemerke ich auch den größten Unterschied zu anderen Reisezielen und -arten, bei denen man wahrscheinlich eher mit anderen Alleinreisenden zusammenkommt und vielleicht sogar gemeinsam reist. Da ich praktisch jeden Tag an einem anderen Ort bin, lerne ich auch niemanden kennen und selbst wenn, bleibt es bei einem kurzen Gespräch. Außerdem ist zumindest mein Französisch (und deren Englisch, Deutsch oder Spanisch) sagen wir mal…maximal ausbaufähig. Aber wie gesagt, ich gewöhne mich auch daran, völlig unabhängig zu sein, Pausen zu machen, wann ich möcht, so zu fahren, wie ich will etc. Außerdem habe ich ja dank Facetime, WhatsApp etc. auch viel Kontakt mit zuhause. Aber trotzdem freue ich mich jetzt schon sehr darauf, in einer Woche für einige Tage meine Freundin und kurze Zeit darauf meine liebsten Motorradfreunde zu treffen und somit praktisch die letzten zwei Wochen in Gesellschaft zu verbringen.

Mein Motorrad hält mir bis jetzt prima die Treue, selbst nach dem kleinen Unfall in der ersten Woche, und auch der Rest der Ausrüstung funktioniert bis jetzt prima. Natürlich ist eine Triumph Bonneville keine BMW GS, und bei schlechtem Wetter habe ich auch einen Windschutz etc. vermisst, aber dafür werde ich bzw, mein Motorrad immer wieder mit bewundernden Blicken belohnt und – ich bin überzeugt – auch öfter angesprochen. Ein bisschen nervig ist höchstens, dass ich ohne richtige abschließbare Koffer immer gezwungen bin, in Sichtweite vom Motorrad zu bleiben…oder viel Vertrauen in meine Mitmenschen zu haben. Das hindert mich dann doch an die eine oder andere entspannte Besichtigung unterwegs. Einen umfassenden “Ausrüstungscheck”" mache ich aber noch nach meiner Rückkehr.

Was ich tatsächlich als ein wenig störend empfinde ist, dass ich in manchen Restaurants oder Unterkünften als Alleinreisender wie ein Gast zweiter Klasse behandelt werde: Ich bekommt oft den “Katzentisch” im Restaurant oder beim Frühstück zugewiesen etc. Aber darüber sehe ich meist einfach hinweg ;-)

Auf jeden Fall bin ich schwer beeindruckt, wie unglaublich vielfältig und unterschiedlich sich die verschiedenen Gegenden in Europa auf relativ kleinem Raum präsentieren. Vom rauhen Schottland zum typisch englischen Lake District, von der herben Bretagne zum lieblichen Loiretal, von der abgeschiedenen Auvergne zur sonnigen Provence. Vor allem, da ich immer nur wenige Tage in jeder Region verbringe, fallen mir die Unterschiede umso mehr ins Auge, obwohl oft nur wenige Kilometer dazwischen liegen. Es ist auf jeden Fall spannend und manchmal auch etwas irritierend, Europa auf eine Art zu bereisen, wie wir meist nur andere Kontinente besuchen.

Ich freue mich jetzt erstmal auf die nächsten Tage und Wochen in Südfrankreich, in Italien, in Österreich und den Alpen…und ein bisschen auch schon auf zuhause.

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Frankreich

Durch die Auvergne Richtung Süden

Viaduc des Fades

Viaduc des Fades

Auf der Höhe von Nevers bin ich von der Loire zur Allier gewechselt und dieser bis nach Vichy gefolgt, da ich auf meinem Weg Richtung Provence gerne durch den Nationalpark in der Auvergne und die Cevennen fahren wollte. Vichy selbst ist ein etwas in die Jahre gekommener Kurort, der mich persönlich an Baden-Baden erinnert hat. Man sieht noch den Glanz der Belle-Epoque, aber der Lack ist schon ein bisschen ab. Aber ich wollte hier sowieso nur eine Nacht verbringen und am nächsten Tag ging es dann nach La Mont-Dore, einem kleinen Bergdorf nicht weit von Clermont-Ferrand, von wo aus ich prima eine Runde durch die Vulkanlandschaft der Auvergne machen konnte.

Ich war vor Jahren schon einmal hier und schon damals hat mich die Auvergne an eine Mischung aus Kanada und Auenland erinnert: Sanfte Hügellandschaften, aus denen sich die grün bewachsenen Vulkankegel erheben, und dazwischen immer wieder schöne und einsame Bergseen. Für mich persönlich eine der schönsten Gegenden in Frankreich, die bei uns den meisten wenn überhaupt, dann nur aus der Volvic-Werbung bekannt ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich zwar viele, aber ausnahmslos französische Motorradfahrer getroffen habe. Und noch eine Sache mag ich an der Auvergne: es gibt hier eine unglaubliche Vielfalt an leckeren Wurst-und Käsesorten.

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Frankreich

Die Loire entlang

Nach ein paar schönen Tagen in der Bretagne musste ich mich langsam entscheiden, ob ich wie ursprünglich geplant die Atlantikküste weiter Richtung Pyrenäen oder stattdessen lieber quer durch Frankreich Richtung Südwesten fahren wollte. Da ich mit meinen allerliebsten Motorradfreunden die Pyrenäen auch schon kommendes Jahr geplant und außerdem mit den Alpen ja auch noch ein Hochgebirge vor mir habe, dachte ich, dass ich vielleicht lieber noch ein paar Gegenden in Frankreich besuchen sollte…wenn ich doch schon mal da bin.

Also bin ich zunächst nach Nantes und von da immer die Loire entlang über Angers, Saumur, Tours, Blois bis nach Orléans gefahren. Was soll ich sagen, auf der Strecke stehen wirklich einige imposante Bauten. Mir persönlich haben allerdings die ganz großen Schlösser bzw. vor allem der Andrang, der dort war, nicht so gut gefallen. Aber auch habe ich auf dieser Strecke dermaßen viele beeindruckende Gebäude, Kirchen und Kathedralen gesehen, dass ich irgendwann richtig “satt” war. Vor allem wurde mir deutlich vor Augen geführt, wie unglaublich reich und mächtig das alte Europa gewesen sein muss. Ansonsten hat das ganze Loiretal etwas sehr liebliches an sich, wie wahrscheinlich die meisten Gegenden, in denen Wein angebaut wird. Vor dem Hintergrund kann ich gut verstehen, warum damals jeder mit entsprechendem Rang und Kleingeld hier seinen Prachtbau haben wollte.

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Frankreich

Nord-Bretagne (und ein bisschen Normandie)

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Kleine Pause an einer Düne in der Normandie

Nachdem ich nach ziemlich genau zwei Wochen Großbrittanien wieder Richtung Kontinent verlassen habe, hieß mein erstes Ziel in Frankreich die Bretagne. Obwohl, eigentlich bin ich zunächst in der Normandie in Cherbourg gelandet. Die ersten zwei Kreisverkehre musste ich mich tatsächlich konzentrieren, wieder auf der “richtigen” Seite zu fahren, aber ansonsten war ich froh, dass die Fahrt mit Brittany Ferries absolut stressfrei verlaufen ist. Im Gegensatz zur Hinfahrt wurden die Motorräder diesmal vom Personal total professionell gesichert und man wurde schon im Laderaum mit WLAN-Code etc. versorgt. Ansonsten war in der Normandie erstmal ziemlich gutes Wetter und wenig los auf den Straßen, was mir ganz gelegen kam.

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Blick auf die Abtei Mont-Saint-Michel

Danach fuhr ich weiter die Küste entlang Richtung Saint-Malo, wo ich die kommenden zwei, drei Tage verbringen wollte. Zuvor führte mich mein Weg allerdings an dem Bergkloster Mont-Saint-Michel vorbei. Die Abtei wurde zur Zeit der großen gothischen Kathedralen errichtet und war wohl eines der kostspieligsten und langwierigsten Bauprojekte des gesamten Mittelalters. 500 Jahre wurde an der Anlage gebaut…dagegen sind die Elbphilharmonie oder der neue Berliner Flughafen quasi schlüsselfertig. Aufgrund der vielen Touristenbusse und der noch vor mir liegenden Kilometer habe ich auf eine Besichtigung von innen verzichtet, aber schon der Anblick aus der Ferne war beeindruckend.

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Die Festungsstadt Saint-Malo

Mein nächster Stopp war dann schon die ehemalige Korsarenhochburg und Festungsstadt Saint-Malo (Korsaren, nicht Piraten…da legen die Menschen hier großen Wert drauf). Und tatsächlich fühlte ich mich ein bisschen an die Bergfeste “Helms Klamm” aus “Herr der Ringe” erinnert, die ganze Stadt von einer hohen Mauer mit Türmen umgeben, wirkt der Ort tatsächlich uneinnehmbar, nur dass es hier eben Wasser ist, welches die Stadt von drei Seiten umgibt.

Saint-Malo ist aber noch für etwas anderes bekannt: man kann hier wie nur an wenigen Orten die Wirkung der Gezeiten sehen. Und obwohl ich das vorher schon gelesen hatte, war ich doch überrascht, als ich es mit eigenen Augen sehen konnte, wie groß der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist. 

Ansonsten habe ich es mir hier ziemlich gut gehen lassen, leckeres Essen genossen und ein bisschen den Norden der Bretagne erkundet.

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England

Besuch im Ace Cafe London

Ankunft im Ace Cafe in London

Am letzten Sonntag habe ich England wieder verlassen, aber natürlich nicht ohne vorher noch dem berühmten Ace Cafe einen Besuch abzustatten. Das Ace Cafe ist eigentlich “nur” eine an der North Circular Road, einer Umgehungsstraße von London, gelegene Rastätte. Aber in den 60er Jahren hat es in den Zeiten der englischen Rocker als Szenetreffpunkt eine wichtige Rolle gespielt. Angeblich ist hier auch der Begriff “Cafe Racer” entstanden: zu Rennmaschinen der damaligen Zeit umgebaute Motorräder, die sich im sogenannten “Record Race” untereinander gemessen haben. Man musste vom Ace Cafe zum nächsten Kreisverkehr und wieder zurück fahren, bevor das Lied in der Jukebox zu Ende war. 

Das Ace Cafe von innen

Heute geht es hier etwas gesitteter zu, was auch an der allgegenwärtigen Polizeipräsenz liegen mag. Aber seit der Wiedereröffnung des Ace Cafe im Jahr 2001 ist es wieder einer der Treffpunkte Motorradbegeisterter aus aller Welt.

Mark Wilsmore und ich

Als ich gegen 18 Uhr am Ace Cafe ankam, war glücklicherweise noch nicht so viel los. So hatte ich die Gelegenheit, auch ein paar Worte mit dem Neugründer und Besitzer Mark Wilsmore zu wechseln. Und er ist tatsächlich so entspannt wie er auf dem Foto wirkt ;-)

Das Ace Cafe am Freitag Abend

Später am Abend hat es sich dann aber ganz schön gefüllt. Wer allerdings glaubt, dass hier nur Fans alter und neuer britischer Motorräder rumlungern, täuscht sich gewaltig. Zumindest diesen Freitag abend waren die Sportmaschinen und Harleys klar in der Überzahl.

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Wales

Brecon Beacons National Park

Nachdem hier in Südwales gestern wirklich großartiges Wetter war, habe ich den ganzen Tag den Nationalpark Brecon Beacons mit dem Motorrad erkundet.

Brecon Mountain Railway Station

Etwas unerwartet bin ich dabei auch noch auf die alte Eisenbahnstation gestoßen, von der tatsächlich noch immer eine richtige Dampflok ihre kleine Tour durch die Berge macht.

Video einer echten Dampflok, mit Ton und in Farbe

Mitgefahren bin ich zwar nicht, aber zumindest konnte ich einen Blick auf die startende Lokomotive werfen. Das war tatsächlich ziemlich cool. Ich habe das Bild unten auf ein kleines Video verlinkt, in dem ihr die Eisenbahn losfahren sehen könnt (unbedingt anschauen!).

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Wales

Disneyland in North Wales

Portmeirion im Norden Wales

Heute wollte ich mir mal ein paar Sehendwürdigkeiten im Norden von Wales anschauen. Zum einen sollte es da dieses am Meer gelegene Dorf geben, dass angeblich wie ein italienischer Küstenort aussehen soll: Portmeirion. Davon hatte mir ein Pärchen aus Wales erzählt, die im gleichen B&B im Lake District übernachtet hatten. Und sagen wir mal so…der Ort wirkt zumindest überhaupt nicht walisisch. Auch nicht englisch. Eigentlich auch nicht wirklich italienisch. Im Grunde sieht es wie ein für Disneyland nachgebaute italienische Kulisse aus. Das mag vor allem daran liegen, dass Portmeirion auch gar kein richtiger Ort ist, sondern eine vom Architekten Clough Williams Ellis zwischen 1925 und 1975 komplett künstlich angelegte Anlage, die heute praktisch ausschließlich als Hotel und Besichtigungsort genutzt wird. Da habe ich das nette Pärchen wohl nicht ganz richtig verstanden. 

Ferraristi vor passender Kulisse

Allerdings lohnt sich die Besichtigung trotzdem, vor allem wenn man sich ein bisschen mit der Entstehungsgeschichte der Anlage und deren Architektur beschäftigt. Übrigends dütfte der Ort so manchem aus der britischen Fernsehserie “The Prisoner” bekannt sein, die in Deutschland glaube ich unter dem Namen “Nummer 6″ lief. Dazu standen im nahe gelegenen Castell auch gleich die passenden italienischen Autos vor der Tür.

Der Ort mit dem längsten Namen heißt…

Und was natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein Besuch des Ortes mit längsten Ortsnamen Europas (für den weltweiten Titel sind wohl auch noch Plätze in Neuseeland und Thailand im Rennen). Das Ganze heißt übersetzt wohl so viel wie „Marienkirche (Llanfair) in einer Mulde (pwll) weißer Haseln (gwyn gyll) in der Nähe (ger) eines schnellen Wirbels (chwyrn drobwll) und der Thysiliokirche (llantysilio) bei der roten Höhle (ogo goch).“ (und wieder mal gilt mein Dank Wikipedia). 

Den Namen hat sich im 19. Jahrhundet ein Schuhmacher ausgedacht, um den Ort für den Handel und den Tourismus attraktiver zu machen und damit auch dafür zu sorgen, dass er einen eigenen Bahnhof bekommt. Tja, was soll ich sagen… es hat auf jeden Fall funktioniert. Dafür, dass da ansonsten praktisch nichts Interessantes ist, waren ganz schön viele Leute da, einschließlich mir.

Außer diesen zugegeben etwas skurrilen Orten hat Wales aber wirklich unglaubliche und vielfältige Landschaften sowie wirklich schöne Straßen zu bieten. Ich freue mich jetzt schon darauf, morgen dem Süden von Wales einen Besuch abzustatten.

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Wales

Auf dem Weg nach Betws y Coed

Woods Motorcycles in Wales

Mein nächstes Ziel war Wales, wo ich zunächst zwei Übernachtungen im Norden einlegen wollte, um mir den Snowdonia Nationalpark anzusehen. Wegen des Wetters hatte ich mich entschlossen, einen großen Teil der Strecke auf der Schnellstraße zu fahren. Richtig, es hat geregnet. Außerdem hatte ich im Internet gesehen, dass in Nordwales ein großer Motorradhändler auch am Sonntag geöffnet haben soll, bei dem ich mir vielleicht Ersatz für die verlorene Fußraste vorne kaufen kann. Die umgebaute von hinten funktioniert zwar prächtig, aber ich bin nun mal “penibel”, was das angeht. Außerdem sieht es komisch aus, wenn hinten nur noch eine Raste dran ist. Und siehe da, der Händler in Abergele im Norden von Wales war da und trotz Sonntag auch tatsächlich offen.

Die “Organspenderin” steht ganz vorne

Das alleine hätte mich ja noch nicht so beeindruckt. Aber die Tatsache, dass man mir, als klar war, dass leider kein passendes Ersatzteil vorrätig sei, einfach angeboten hat, eine Fußraste eines der ausgestelllten Neufahrzeuge zu nehmen, das fand ich dann doch einen ziemlich bemerkenswerten Service. Darum geht an dieser Stelle mein ausdrücklicher Dank an Woods Motorcycles in Abergele. Im Bild sieht man die ehemalige Besitzerin meiner nagelneuen Fußraste, es ist die schöne silberne Triumph ganz vorne im Bild.

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Operation am offenen Herzen an einer Royal Enfield

Zufrieden mit mir und meiner wieder fast wie neuen Bonneville bin ich dann noch die letzten Kilometer zu meinem Bed & Breakfast für die nächsten Tage gefahren. Und manchmal geschehen schon lustige Dinge: Nachdem ich an diesem Tag erst mein Motorrad wieder reparieren konnte, hatte ich wenige Meter von “Zuhause” noch die Gelegenheit, einem anderen Biker bei einem Problem an seiner Royal Enfield mit meinem Werkzeug auszuhelfen.

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England

Eine Bootsfahrt, die ist lustig…

Yo no soy marinero, soy capitan!

Heute habe ich das Motorrad am Samstag einfach einen Tag stehen lassen und stattdessen eine kleine Bootsfahrt auf dem Lake Windermere gemacht. Tatsächlich darf man da auch ohne Führerscheine ein kleines Motorboot mieten und selber auf dem See herumschippern. Allerdings fahren diese Boote auch nur knapp über Schrittgeschwindigkeit. Hat trotzdem Spass gemacht :-)

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England

Der Hardknott Pass

Der Hardknott Pass im Lake District von England

Die Straße zwischen Ambleside am See Windermere und dem Küstenort Ravenglass ist sicherlich eine der schönsten Motorradstrecken, die ich bisher gefahren bin. Neben wunderschönen kurvigen und einsamen Straßen muss man auf dem Weg auch über den Wrynose und den Hardknott Pass fahren.

Die Warnhinweise am Fuß des Hartknott Passes machen wirklich Sinn

Ich hatte schon vorher von dieser Passstraße gelesen, die zwar keine 400 Meter über dem Meeresspiegel liegt, aber mit bis zu 30% Steigung eine der steilsten Straßen Europas sein soll. Deswegen und aufgrund der sehr schmalen Straße war ich doch ein bisschen nervös, als ich den Pass überqueren wollte. Schließlich ist meine Triumph nicht gerade die geborene Bergziege.

Mit der hinteren Fußraste vorne montiert kann es weitergehen

Bis zur wortwörtlich vorletzten Kurve vor dem Pass ging es alles ziemlich gut, dann allerdings habe ich mich dummerweise verschaltet und den Motor abgewürgt. Da ich leider auch die Kupplung nicht mehr rechtzeitig ziehen konnte, passierte was passieren musste: Zwar bin ich nur wenige Stundenkilometer schnell gefahren, aber wenn eine fast 250 Kilogramm schwere Maschine mitten in einer steilen Rechtskurve unvermittelt stoppt und aufgrund der Straßenneigung zur Seite kippt, dann kann man sie nur sehr schwer halten. Man kennt das ja schon vom Fahrradfahren, wenn man am Berg den falschen Gang einlegt und plötzlich keinen Vortrieb mehr hat. Kurz: Ich habe das Motorrad sanft, aber dennoch unfreiwillig auf die Seite gelegt.

Zwar konnte ich meine Triumph alleine wieder hinstellen, allerdings ist mir dabei aufgefallen, das meine rechte Fußraste beim Sturz abgebrochen ist. Also hab ich erstmal am Straßenrand geparkt und geflucht…und dann die hintere Sozius-Fußraste nach vorne umgebaut. Ich hatte sowieso nicht vor, auf der Tour jemanden mitzunehmen. Glücklicherweise ist ansonsten nichts kaputt gegangen, auch wenn mein Auspuff noch ein paar neue Kratzer bekommen hat. Was solls, das sind letztlich alles Erinnerungen an überstandene Abenteuer.

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England

Lake District

Einfahrt in den Lake District Nationalpark

Nach Schottland war mein nächstes Ziel der Lake District im Nordwesten Englands. Das Bild oben vom Rand des Nationalparks täuscht etwas Obwohl es nur knapp drei Stunden Fahrt sind, verändert sich die Landschaft doch maßgeblich. Während in Schottland noch alles recht natürlich und wild anmutet, werden in England gleich die menschlichen Einflüsse sichtbarer: das Gras ist grüner, in den Vorgärten sind Blumen gepflanzt und überall sind kleine Mäuerchen und Zäune angelegt. Sieht ein bisschen aus wie im Auenland.

Abendliche Postkartenidylle am Lake Windermere

Ich habe mir ein nettes Bed & Breakfast in der Nähe von Windermere ausgesucht, welches am gleichnamigen und größten See Englands gelegen ist. Obwohl der Ort recht klein ist, merkt man doch sofort, das man in einem ziemlich beliebten Erholungsgebiet gelandet ist: lauter Geschäfte mit Nippes, Cafes und Restaurants wohin das Auge recht und vor allem Touristen, allerdings so gut wie ausschließlich Engländer sowie die unvermeidlichen Asiaten mit ihren ebenso unvermeidlichen Selfiesticks. Aber schön ist es hier trotzdem.

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Schottland

Von Selkirk nach Moffat

Da es leider in Schottland doch noch recht kalt ist und die Aussichten für die nächsten Tage auch nicht unbedingt besseres Wetter versprechen, hatte ich mich entschlossen, nicht weiter in den Norden zu fahren. Daher ging es heute schon wieder zurück nach England, allerdings nicht, ohne eine Strecke zu fahren, die mir Sven vom Ridersroom in Hamburg empfohlen hatte (Danke dafür!): von Selkirk nach Moffat. Was soll ich sagen…ganz grosses Kino, inkl. Pause mit Aussicht.

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Schottland

Edinburgh

Die “One O’Clock Gun” auf Edinburgh Castle

Ok, ok…auch in Edinburgh hat es ein bisschen geregnet, aber wenn man eins hier in England lernt, dann dass die schon in Deutschland wenig zuverlässige Wettervorhersage hier auf der Insel max. einen Tag im voraus zu gebrauchen ist. Trotzdem hat sich die Stadt mehr als gelohnt: Beeindruckende Architektur, spannende Geschichte, tolle Pubs und eine wirklich sehenswerte Burg. Vor allem wenn man kurz vor eins oben ankommt und sich erstmal wundert, warum so viele Asiaten mit Selfiesticks vor einer Kanone stehen und sich selbst fotografieren. Um Punkt eins wusste ich dann auch warum, wobei mir im Moment der Erkenntnis fast das Telefon von der Burgmauer gefallen ist. Jeden Tag um genau ein Uhr wird hier ein Kanonenschuss abgefeuert. Ich vermute mal, damit man weiss, wann Mittagspause ist. Natürlich wird das nicht mehr mit einer alten Kanone inkl. Kugel gemacht (wahrscheinlich ging dabei in der Stadt zu viel kaputt), sondern mit einer etwas neueren und ohne Kugel.

Der Mann, nach dem man seine Uhr stellen kann

Beeindruckend fand ich dabei auch den verantwortlichen Mitarbeiter, der das ganz akkurat und ohne sich ablenken zu lassen gemacht hat. Anschließend präsentierte er auch die entsprechende Patrone.

Einmal lächeln bitte

Auf meine Frage, warum eigentlich genau um ein Uhr in die Luft geschossen wird, hat mir der wirklich nette Schotte gerne die Geschichte erzählt (was ich nicht verstanden habe, konnte ich dank Wikipedia ergänzen): Das Ganze begann 1861 und diente dazu, dass die Seefahrer, die in den “Firth of Forth” fuhren, also den Meeresarm, an dem Edinburgh liegt, ihre Uhren justieren konnten. Dazu erfand ein Captain Wauchope den sogenannten “Timeball”, einen Ball, der heute noch in Edinburgh auf dem Calton Hill zu sehen ist. Dieser Zeitball fällt immer um genau ein Uhr an einer Vorrichtung herunter und signalisiert so die exakte Zeit. Nur weil natürlich nicht alle Seefahrer freie Sicht auf diesen Berg hatten oder vielleicht gerade woanders hingeschaut haben, wird gleichzeitig eine Kanone abgefeuert. Also doch kein Signal für die Mittagspause. Und weil man mir das so nett erklärt hat, habe ich mich auch noch mit dem Herren fotografieren lassen.

Panoramaaussicht über Edinburgh von der Burg aus 

nsonsten hat die Burg natürlich noch vieles andere zu bieten, z.B. eine fantastische Aussicht über die Stadt.

Dudelsackspieler in Edinburgh 

Und natürlich darf der obligatorische Dudelsackspieler auch nicht fehlen.

Selbst mitten im Edinburgh Castle steht eine rote Telefonzelle  

Genauso wenig wie eine typisch englische Telefonzelle, die ohne Witz sogar auf dem Burggelände stehen.

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Schottland

Welcome to Scotland

Nach einer doch recht entspannten Nacht in IJmuiden wurde ich erstmal von einem ziemlich plüschigen Frühstücksraum begrüßt.  Vor allem aber schien ich der einzige Gast zu sein. Mir war es egal. Viel wichtiger: das Frühstück! Es gab zwar nur eine begrenzte Auswahl (holländisch oder englisch), die mir aber leicht gefallen ist ;-)

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Erinnert ein bisschen an “Jonas und der Wal”

Danach ging es dann auf die Fähre. Da mein Hotel gleich um die Ecke lag, war ich einer der ersten beim Boarding. Allerdings wäre später besser gewesen, aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Die ersten Motorräder wurden nämlich nach ganz vorne neben die LKW bugsiert, wo man fast keinen Platz hatte, die Maschine zu verzurren. Später eintreffende Biker wurden aufs obere Parkdeck mit extra Motorradstreifen verwiesen. Ärgerlich vor allem am nächsten Tag, wenn man sich an den dreckigen LKW vorbei schlängeln muss, um zu seinem Motorrad zu kommen. Dabei habe ich mir dann auch schön meine Jacke versaut. Obwohl, Nutman wurde sagen, das ist kein Dreck, das ist Patina!

Schottisches Wetter ab der Grenze

Schottisches Wetter ab der Grenze

Aber ich hatte sowieso keine Zeit, mich darüber groß zu ärgern, denn das englische Wetter wollte offensichtlich heute seinen Ruf nicht verbessern…es regnete in Strömen. Also ab in die Regenkombi und schnell die knapp 200 km nach Edinburgh, dachte ich mir. Allerdings wurde es Kilometer um Kilometer immer kälter, so dass ich nach etwa der Hälfte der Strecke erstmal eine Pause machen musste, weil ich mittlerweile kein Gefühl mehr in der Fingern hatte (trotz GoreTex) und mir außerdem das Wasser hinten in den Rücken lief. Kurz darauf erreichte ich die schottische Grenze, und zu dem Regen und der Kälte gesellte sich auch noch Nebel. Daher hier ganz offiziell: Heute habe ich mich zum ersten Mal gefragt, warum ich eigentlich nicht auf die Malediven geflogen bin. ;-)

Aber irgendwann kam ich dann doch in meinem B&B an und siehe da, der Regen hörte auf. Nach etwa zwei Stunden heißer Dusche habe ich einen nahe gelegenen Pub aufgesucht und den Tag gemütlich ausklingen lassen. Morgen ist erstmal Sightseeing angesagt…und angeblich auch gutes Wetter.

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Holland

Anreise nach Amsterdam

Erste Pause kurz nach Hamburg

Heute ging es endlich los! Nachdem ich die letzten Tage ungefähr 30x pro Stunde diverse Wetterapps gecheckt hatte, war das Wetter heute morgen in Hamburg doch viel besser als erwartet…die Sonne lachte. Also ging es (fast) pünktlich um 10 ab auf die “Dosenbahn” Richtung Amsterdam.

Hotel in IJmuiden

Leider fing es ab Osnabrück dann doch an zu regnen, aber was soll’s, ich will schließlich nach Schottland. Mit Regen und Stau kam ich dann auch erst um 18 Uhr in IJmuiden bei Amsterdam an, von wo morgen die Fähre nach Newcastle in Nordengland ablegen wird. Ich bin wirklich gespannt. Übrigens ist das Hotel ziemlich nett, wenn auch das Restaurant leider Sonntags geschlossen hat. Aber es gibt ein oder zwei Alternativen, wenn man nichts gegen frittierten Fisch hat.

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Reiseplanung

Wohin soll die Reise gehen?

Route quer durch Europa

In groben Zügen habe ich folgende Tour geplant, wobei ich selber sehr gespannt bin, was am Ende dabei rauskommen wird:

Von Hamburg aus fahre ich nach Amsterdam, um von dort mit der Fähre nach Newcastle in Nordengland überzusetzen. Auf der Insel geht es durch Schottland über Wales nach Südengland und von da über den Kanal zurück auf den Kontinent.

Anschließend möchte ich durch die Bretagne und die Normandie in Richtung Nordspanien fahren, um dann die Pyrenäen auf der spanischen Seite vom Baskenland im Nordwesten bis nach Katalonien im Südosten zu durchqueren. Danach über Südfrankreich in Richtung Genfer See, um von da berühmte “Route des Grandes Alpes” in Richtung Côte d’Azur und anschließend nach Florenz zu fahren. Falls mir die Tour inkl. der Pyrenäen zulang wird, fahre ich vielleicht auch die Loire-Route quer durch Frankreich. Mal sehen, was passiert…

Von da geht es über die Toskana und den Gardasee nach Tirol und zuletzt nach Österreich auf die “Triweek“, das weltweit größte Triumph-Treffen.

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Über mich

Mein Motorrad

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Meine Triumph Bonneville T100 in der Hamburger Speicherstadt

Ich heiße übrigens Enrique (ja, wie der Sänger), bin 43 Jahre alt (was beweist, dass ich zumindest nicht nach dem Sänger benannt wurde) und lebe in Hamburg. Viel wichtiger: Mein Motorrad ist eine Triumph Bonneville T100, Baujahr 2008, Lackierung ganz klassisch in schwarz/weiß. Mittlerweile habe ich wie wohl die meisten Besitzer einer Triumph Bonneville/Thruxton/Scrambler ein paar Kleinigkeiten modifiziert:

  • Shark 2in1 Auspuffanlage (geiler Sound legal mit E-Nummer!)
  • Wilbers Federbeine und Gabelfedern
  • Reifen Pirelli MT60 (kleben wie Kaugummi, allerdings brauche ich auch einen Satz pro Saison)
  • Lenker LSL Roadster (der Flat Track auf den älteren Fotos war mir dann doch zu breit)
  • Old-Style Lenkergriffe in “schokobraun”
  • LSL Zündschlossverlegung
  • LSL Lampenhalter
  • Lampenschirm schwarz lackiert
  • Ventilabdeckungen in chrom
  • gelochter Ölwannenschutz
  • Tankdeckel abschließbar
  • Motogadget Chronospeed Classic
  • Lucas-Style Rücklicht
  • Bullit-Blinker verchromt vorne und hinten
  • kleinere Spiegel
  • kurzer Thruxton-Kotflügel hinten
  • Custom-Sitzbank vom Sattler
  • Hinten 45er Kettenblatt
  • und mit dem Stage 2 Tuning von “Mopedschraube” (Q-Bike) wurde auch ein bisschen was am Motor gemacht ;-)

An dieser Stelle muss ich auch mal bedanken: bei Q-Bike in Hamburg für die ganzen Umbaumaßnahmen, bei Classicbike Raisch für viele Teile und noch mehr gute Ratschläge … und bei allen anderen für ihre Geduld.

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Über mich

Die Idee

Meine Triumph Bonneville mit leichtem Gepäck

Irgendwann 2013 kam ich auf die Idee, dass ich mal eine kleine Auszeit brauche. Dabei will ich nicht auswandern (warum auch, schließlich lebe ich in Hamburg), ich suche kein anderes Lebensmodell (ich finde das meine eigentlich ziemlich gut) und auf gar keinen Fall möchte ich einen wichtig klingenden universitären Titel nachholen. Vielmehr möchte ich reisen, aber ohne genaue Route oder bestimmtes Ziel, auf jeden Fall mit meinem Motorrad und am liebsten in Europa.

Auf ridearound.eu schreibe ich über diese Reise.

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